DER-GOM s.r.l., 1967 gegründet, ist auf die Entwicklung und Produktion technischer Gummimischungen — natürlich und synthetisch — für anspruchsvolle Branchen wie Automotive, Bahn, Verteidigung, Elektrokabel, Haushaltsgeräte und Marine spezialisiert, mit einem starken F&E-Zentrum und höchsten Qualitätsstandards. Das Unternehmen betreibt einen Mischsaal für schwarze Mischungen mit Innenmischern und Kalandern, dessen Automatisierung aus den frühen 1990er-Jahren stammte.
Die Herausforderung
Den Produktionsprozess modernisieren und Qualität sowie Rückverfolgbarkeit verbessern, ohne eine mechanisch noch intakte Anlage zu ersetzen und ohne ungeplante Produktionstage zu verlieren:
- Dosieranlage, gesteuert von einer seit Jahren abgekündigten Siemens S7-300 SPS.
- Notwendigkeit, Rezepturen, Verbräuche und Produktionspläne zu verfolgen und in das ERP-System zu integrieren.
- Einige Komponenten werden über manuelle Waagen außerhalb der automatischen Dosierung vorbereitet.
- Strenge Vorgabe: Produktionsstillstand auf ein Minimum reduziert.

Die neue Siemens S7-1500 CPU (oben), die mit den vorhandenen S7-300 Karten (unten) kommuniziert: ein gezieltes Revamping mit begrenzter elektrischer Investition.
Die Umsetzung von Multi Data
- Revamping der SPS „in Schritten“: Austausch ausschließlich der CPU, von der Siemens S7-300 Familie zur neuen Siemens S7-1500 CPU, unter Beibehaltung der bestehenden Elektrik. Begrenzte elektrische Investition, völlig neue Software mit allen aktualisierten Funktionen und eine Anlage, die bereits für einen zweiten Schritt zum Austausch der E/A-Karten bereit ist.
- Integration der manuellen Waagen — Wägeplattformen mit Barcode-Leser und allen erforderlichen Kontrollen — für die nicht von der automatischen Dosierung erfassten Komponenten.
- Lieferung einer DosareX-Dosierstation mit Drehtisch.
- Neuer Schaltschrank für eine neue Förderlinie von Kaolin und Titandioxid (TiO₂) in den Mischsaal.
- Vollständige Neuprogrammierung der Software zur Dosiersteuerung, mit bidirektionalem Datenaustausch mit dem ERP des Kunden: Rezepturen, Verbräuche und Produktionspläne werden vom Werks-ERP verwaltet und gesteuert.
Das Ergebnis
- CPU-Austausch, elektrische Prüfungen und Abnahme mit dem Kunden in weniger als 3 Wochen abgeschlossen, bei sehr geringem Stillstand.
- Begrenzte elektrische Investition dank des gezielten CPU-Upgrades, mit bereits vorbereitetem, schrittweisem Aktualisierungspfad.
- Vollständige Rückverfolgbarkeit von Rezepturen und Verbräuchen, in das ERP integriert.
- Mechanisch noch intakte Anlage auf der Automatisierungsseite erneuert, zu einem Bruchteil der Kosten einer neuen Anlage.
- Nahezu sofortige Fernwartung über das Internet.
„Um unseren Produktionsprozess zu modernisieren und die Qualität, Effizienz und Rückverfolgbarkeit unserer Produkte zu verbessern, suchten wir ein Automatisierungsunternehmen, das sicher an bestehenden Anlagen arbeiten und verlässliche Umsetzungszeiten garantieren kann. Die Erfahrung der Techniker während der Inbetriebnahme und die branchenspezifische Software hielten die Stillstandstage auf ein Minimum — sogar geringer als ursprünglich erwartet.“
— DER-GOM s.r.l.